Vier Leistungen, vier unterschiedliche Logiken
Auf den ersten Blick klingen viele Sozialleistungen ähnlich. Im Alltag erfüllen sie aber völlig verschiedene Aufgaben:
- Rente ist die langfristige Leistung für den Ruhestand.
- Elterngeld unterstützt Familien nach der Geburt eines Kindes.
- Krankengeld greift bei längerer Krankheit.
- Arbeitslosengeld I sichert den Übergang nach Jobverlust.
Welcher Rechner hilft bei welcher Frage?
| Rechner | Leitfrage |
|---|---|
| Rentenrechner | Welche Monatsrente lässt sich aus meinen Entgeltpunkten grob ableiten? |
| Elterngeld-Rechner | Wie hoch könnte mein Elterngeld pro Monat ungefähr ausfallen? |
| Krankengeld-Rechner | Was bleibt nach sechs Wochen Krankheit ungefähr übrig? |
| Arbeitslosengeld-Rechner | Wie hoch könnte ALG I als grobe Orientierung sein? |
| Elternzeit-Rechner | Wie plane ich die Zeiträume rund um Geburt und Elternzeit? |
Rente: Planung statt Bescheid
Der Rentenrechner ist ein Planungswerkzeug. Er hilft, Entgeltpunkte, Rentenwert und mögliche Abschläge greifbar zu machen. Verbindlich bleibt aber immer die Auskunft der Deutschen Rentenversicherung.
Elterngeld: Einkommen vor und nach der Geburt
Beim Elterngeld-Rechner kommt es auf das Einkommen vor der Geburt und gegebenenfalls auf Einkommen während des Bezugs an. Zusätzlich spielen Boni für Geschwister oder Mehrlinge eine Rolle. Für die genaue Prüfung bleiben Elterngeldstelle und offizieller Antrag maßgeblich.
Krankengeld: Lohnersatz bei längerer Krankheit
Krankengeld beginnt in der Regel erst nach sechs Wochen Entgeltfortzahlung. Der Krankengeld-Rechner zeigt, wie 70 Prozent vom Brutto, 90 Prozent vom Netto und die sozialversicherungsrechtlichen Grenzen zusammenwirken.
ALG I: pauschales Netto statt echtes Auszahlungsnetto
Beim Arbeitslosengeld-Rechner ist wichtig zu verstehen, dass nicht Ihr gewohntes Netto zählt. Die Agentur für Arbeit arbeitet mit einem pauschalen Leistungsentgelt. Genau deshalb ist auch dieser Rechner bewusst als Schätzung gekennzeichnet.
Fazit
Rente, Elterngeld, Krankengeld und ALG I folgen jeweils einer eigenen Logik. Wenn Sie wissen, welche Leistung zu welcher Lebenslage gehört, werden auch Bescheide und Berechnungen deutlich verständlicher.